Land Grabbing Wenn Land zur Ware wird
Überall auf der Welt ist Land ein begehrtes Gut. Land ist Lebensgrundlage, Heimat, Kulturraum und zugleich
Investitionsobjekt. Denn: Wenn Land oder das, was darauf angebaut wird, Geld bringt, ist es wertvoll. Besonders im Globalen Süden werden große Flächen zunehmend aufgekauft oder langfristig gepachtet. Dieses sogenannte Land Grabbing bedeutet für viele Menschen den Verlust ihres Bodens,
ihrer Existenz und ihrer Rechte. Wo früher Kleinbauern und -bäuerinnen ihre Felder bewirtschafteten oder indigene Gemeinschaften lebten, entstehen heute Plantagen, Abbaugebiete, Viehweiden oder Energieprojekte. Dabei geht es nicht nur um soziale Gerechtigkeit. Wenn Land in großem Stil vereinnahmt wird, hat das auch dramatische ökologische Folgen. So führt Land Grabbing häufig zu Regenwaldrodung, zum Verlust wertvoller Ökosysteme, zu Artensterben und zur Verschärfung der Klimakrise.
Diese Broschüre zeigt, was hinter Land Grabbing steckt, wer davon profitiert und wer die Kosten trägt. Sie macht sichtbar, wo auf der Welt Land genommen wird, welche Folgen das hat und welche Stimmen sich dagegen wehren. Und sie fragt: Was hat das alles mit uns zu tun und was können wir dagegen tun?